21. März 2020

Achtung, Info: Der Stammtisch des Fördervereins findet vorläufig wegen der Corona-Epidemie nicht statt. Wir werden informieren, ab wann es wieder einen Stammtisch geben wird.
Saisonerföffnung 2020

Aus aktuellem Anlass wurde die Saisoneröffnung des Obstbaumuseums Glems auf Sonntag, den 26. April verschoben. Geöffnet ist das Museum ab dann zu den gewohnten Zeiten 14:00 - 17:00 Uhr.

Bitte beachten Sie auch Ankündigungen in der lokalen Presse.

Mitgliederversammlung am 11. März 2020 im Waldhorn, Glems

Der Bericht von Frau Dr. Gabriele Böhm, veröffentlicht mit ihrem freundlichen Einverständnis

Gut besucht war am Mittwochabend die Mitgliederversammlung des Fördervereins Obstbaumuseum Glems im Gasthaus Waldhorn. 111 Mitglieder hat der Verein zurzeit. Der Erste Vorsitzende Willy Müller wird künftig von seiner Stellvertreterin Gudrun Raible unterstützt. Sie wurde einstimmig gewählt und stellte das Konzept zur Modernisierung des Museums vor. Der ehemalige Erste Vorsitzende Wolfgang Dürr verabschiedete sich offiziell.

2003 wurde der Verein mit dem Ziel gegründet, in der historischen Kelter von 1515 ein Obstbaumuseum einzurichten, sagte Ortsvorsteher Andreas Seiz. Immerhin liege Glems im größten Streuobstanbaugebiet Europas. Nachdem der Weinbau zurückgegangen sei, habe die Apfelkultur immer mehr an Bedeutung gewonnen. „Ein Drittel der Kelter nimmt die Mosterei ein“, so Seiz, der sie teilweise selbst betrieb. „In einem normalen Obstjahr werden rund 1000 Zentner Äpfel gemostet.“ Als lokale Besonderheit werde kein Saft verkauft, sondern jeder erhalte den Most aus dem Obst, das er selbst mitbringe.

 Die Kelter ist Infozentrum im Biosphärengebiet und öffnet ab dem 1. April 2020 immer sonntags. Als erste Amtshandlung stellte Gudrun Raible das neue Konzept für eine Modernisierung des Museums vor. Eingereicht in Heftform hatte es das Büro für Gestaltung Hartmaier & Ege Kirchentellinsfurt. Es sieht unter anderem vor, die zentralen echten Bäume durch ein Holzmodell zu ersetzen, das die Jahreszeiten und die damit verbundenen Arbeiten im Obstbau dokumentiert. Eine Medienstation soll Tiere der Streuobstwiese sowie Pflanzen mit ihren Wirk- und Geschmacksstoffen zeigen. „Ob wir alle Ideen dieses sehr breit angelegten Konzepts umsetzen können, müssen wir abwarten“, sagte Raible. Doch die Biosphäre habe durchaus Interesse, das Museum mit Fördergeldern zu unterstützen. „Uns geht es darum, neue Zielgruppen zu erschließen und die Besucherzahlen zu erhöhen.“

 Wolfgang Dürr, 15 Jahre lang Erster Vorsitzender des Vereins und zuletzt Beisitzer, verabschiedete sich am Mittwoch offiziell in den Ruhestand und dankte allen, die ihn und den Verein unterstützt hätten. Dürr erinnerte auch an die Anfänge, die mit dem mühevollen Ausräumen der Kelter begannen, sowie an die sehr erfolgreichen Führungen. „Im vergangenen Jahr haben wir 29 Gruppen, zusammen 707 Besucher, durch das Museum geführt und 19 davon bewirtet“, sagte er in seinem Rückblick. Seit der Eröffnung seien es 604 Gruppen mit rund 13 700 Gästen gewesen.



Wolfgang Dürr bei seinem Rückblick als 1. Vorsitzender und Mitbegründer des Vereins


 Heiko Rapp wurde einstimmig auf ein Jahr als Nachfolger Dürrs als Beisitzer gewählt.

 Willy Müller blickte auf 2019 zurück und nannte die Planungen für 2020. So habe die Mostprämierung mit elf Teilnehmern bereits stattgefunden, ebenso wie die mit über 20 Teilnehmern sehr gut besuchte Schnittunterweisung. Geplant ist das Deichselreitertreffen, das laut Müller inzwischen „weit über unsere Grenzen hinaus“ bekannt sei. Der Verein nimmt an der Biosphärenwoche erneut mit einem Sensenkurs und einem Vortrag von Dr. Philipp Unterweger zum Thema „Bunte Wiese“ teil. Auch beim Bittgottesdienst, dem Dorffest, dem Weinkulturtag, dem Tag des offenen Denkmals und dem Weihnachtsmarkt sind die Vereinsmitglieder vertreten. Beim Mostfest wird die Streuobst-Königin anwesend sein. Auf einem guten Weg seien, so Müller, der Sortengarten auf Glemser Gemarkung mit alten Apfelsorten sowie der Lehrpfad „Birnenweg“, der ausgeschildert wird, sobald die Bäume eine gewisse Größe erreicht haben.

Für 17jährigen Einsatz geehrt wurden die Gründungsmitglieder Veronika und Gerhard Drissner (nicht auf dem Bild) , Rose und Klaus-Dieter Lipp, Rosemarie Wörner und Wolfgang Dürr.


Auf dem Bild, von Links: Willy Müller, 1. Vorsitzender, Rosemarie Wörner, Wolfgang Dürr, Rose Lipp, Klaus Lipp und Gudrun Raible, neue stv. Vorsitzende.
Für die Herren gab's einen Obstbrand, für die Damen Blumen

--- Soweit der Bericht von Frau Dr. Böhm ---

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Die von den verabschiedeten Funktions- und Verantwortungsträgern abgegebenen Schlüssel zum Museum





Das Ehepaar Drissner konnte an der Mitgliederversammlung nicht teilnehmen. Willy Müller hat sie deshalb besucht und einen Obstbrand als Präsent mit gebracht.





Die Mitgliederversammlung fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem als Obergrenze für Versammlungen 1000 Personen erlaubt waren. So groß ist der Förderverein des Obstbeumuseums noch nicht. Auf jeden Fall wurde auf Hygiene geachtet.

22. Januar 2020

Mostprämierung am 5. Februar im Waldhorn in Glems, Regeln

Förderverein Obstbaumuseum Glems e.V.


Mei Obscht, mei Saft, mei Moschd“


Das war und soll auch unser Motto der Mostprämierung 2019 sein.
Obwohl der Obstertrag für viele Safter und Moschdr nicht gut war, wollen wir an unserer traditionellen und über die Grenzen hinaus bekannten, jährlichen Mostprämierung festhalten.
Termin: Mittwoch , 05. Februar 2020, Beginn 19 Uhr
Ort: Gasthof Waldhorn, Glems
Öffnung zur Moste- Abgabe ab 18 Uhr. Ab 18 Uhr 45 werden keine Moste mehr angenommen.
Zur Prämierung werden 3 Gruppierungen zugelassen:
  1. traditionelle Moste, voll ausgegoren im Holz, Kunststoff- und Metallfaß (keine Druckmoste)
(Äpfel, Birnen , auch gemischt)
  1. traditionelle Moste wie oben, jedoch mit Zutaten (z.B. Quitten, Beeren, Kirschen ect.)
  2. Druckmoste Metallfaß angegoren, ausgegoren, Äpfel, Birnen auch gemischt und Zutaten
(z.B. Quitten, Beeren, Kirschen ect.)


Bitte jeweils 1 Liter bereitstellen. Pro Person sind maximal 3 Sorten/Arten möglich.
Eintritt: Mosterzeuger privat und gewerblich,sowie Besucher und Interessenten € 15,00/pro Person,
beinhaltet ein schwäbisches Vesper incl. Getränke (Säfte und oder Moste)
Eingeladen sind alle Mosterzeuger aus nah und fern, auch solche die es noch werden wollen.
Unsere Fachjury wird nach dem Motto,
„riechen, kosten, prüfen und dann bewerten“ vorgehen.
Pro Gruppe werden die jeweils ersten 2 Gewinner aus der Reihe der Amateure mosttypische Preise erhalten.
An der Kreismostprämierung können anschließend teilnehmen :
1. Der 1. und 2. Sieger unserer Mostprämierung der Kategorie Apfel, Birnen.
2. Der 1. Sieger der Kategorie Mischmoste mit einem Mindestanteil an Kernobst Apfel, Birne von mindestens 50%.
Druckmoste werden auf Kreisebene nicht gewertet.
Anmeldungen erwünscht: Willy Müller, Tel 07123/87623 Fax 07123/41822 oder
info@glemser-holzwerkstatt.de








5. Juni 2019

Sens- und Dengelkurs vom 1. Juni 2019

Das Mähen mit der Sense ist auch heute noch unverzichtbar: Auf Wiesen mit dichterem Baumbestand, unebenem Gelände und grundsätzlich überall da, wo moderne Mähmaschinen nicht beikommen, aber trotzdem gemäht werden soll, muss man mit der Sense ran. Die Glemser Markung mit ihren vielen Streuobstwiesen und buckligen Burren ist dafür ein ganz typisches Gelände.

Nun gibt es zwei zuverlässige Methoden, eine gute Sense zu ruinieren:
1.) durch unsachgemäßes Mähen
2.) durch falsches Dengeln.

Richtiges Mähen mit der Sense und kompetentes Nachschärfen - Wetzen, Dengeln - gehören zusammen und sind eine Kunst, die gar nicht so leicht zu lernen ist und viel Übung braucht. Dieser Sensenmähkurs, inzwischen eine Tradition beim Förderverein des Obstbaumuseums, sollte hier weiterhelfen.

Die Teilnehmer waren offensichtlich hoch motiviert und mit vollem Einsatz bei der Sache. Anfänger ohne jede Erfahrung waren aber klar erkennbar nicht dabei.


Besser vorher üben mit einem Blechle


Man muss aus der Hüfte drehen, nicht mit den Armen ziehen.


Ob dees an Werd hod? Er guckt schon sehr kritisch.


Hochkonzentriert. 


Es ist vollbracht. Kein Hälmchen steht mehr.

22. Mai 2019

Wanderung mit Ortsvorsteher Andreas Seiz

Am Sonntag, 2 Juni 2019 findet im Rahmen der Biosphärenwoche eine Wanderung mit Ortsvorsteher Andreas Seiz "Über den Birnenweg zu den Glemser Quellen" statt.

Start 10:30 am Museum
Dauer circa 2 1/2 Stunden
Anschliessende Einkehr im Museum möglich.

Anmeldung erwünscht bei Willy Müller, 1. Vorsitzender, unter 07123/87623 oder info<at>glemser-holzwerkstatt.de


Bilder von der Wanderung:



Die Schönste der Glemser Quellen, Ursprung des Einsiedelbachs. Früher mal ganzjährig wasserführend kommt es heute in längeren Trockenperioden vor, dass die Quelle versiegt. Ab Glems heißt das Gewässer Glemsbach. Wer sich - vor Ort natürlich, nicht auf dem Bild - umdreht, blickt auf den Waldweg, unter dem der Bach für ein  paar Meter durchfließt.





Auf der anderen Seite des besagten Waldwegs kommt der Bach wieder zutage und fließt als echter Wildbach durch ein naturbelassenes, unverbautes Tal. Ortsvorsteher Andreas Seiz führte die Wandergruppe an. Als echter Glemser kennt er die Markung mit ihren Quellen und sonstigen Besonderheiten wie seine Hosentasche.

Kurs Mähen mit der Sense

Im Rahmen der Biosphärenwoche bieten wir am Samstag den 1. Juni 2019 einen halbtägigen Kurs "Mähen mit der Sense sowie verschiedene Dengelarten in Theorie und Praxis" an.

Beginn: 7:30 im Museum
Kursgebühr 40,- Euro incl. Kaffee und zünftigem Vesper
Anmeldung unter 07123/87623 Willy Müller 1. Vorsitzender oder info<at>glemser-holzwerkstatt.de